Mein Name ist Markus, ich bin am 27. Mai 1986 geboren und komme aus dem Westerwald (hessischer Teil). Seit knapp über drei Jahren arbeite ich als Sales Manager der Consulting Solution Experts bei der Firma TA Triumph Adler (kurz: Softwarevertrieb) und habe parallel gerade mein Master Studium (Marketing & Sales) beendet. Der Abschluss warf bereits im Vorfeld eine Frage auf, die ich mir nicht zum ersten Mal gestellt hatte: „Wie soll es mit mir weiter gehen?“ Die Optionen ließen sich ganz grundlegend in zwei Kategorien einteilen: Weitermachen wie bisher mit evtl. Karrieresprung innerhalb der Firma bzw. durch einen Wechsel in eine andere Firma oder einen länger gehegten Traum verwirklichen. Die Tatsache, dass dieser Blog existiert, gibt bereits eine Antwort auf die Frage, wie ich mich entschieden habe. Aber wo hat der Gedanke dieses Vorhabens seinen Ursprung? Aus heutiger Sicht betrachtet, haben sicher zwei Strömungen dazu geführt, dass ich diese Tour unternehmen will. Die erste und grundlegende ist die, dass mein Freund Rüdiger und ich, seit ich ca. 17 Jahre alt war, immer wieder kleinere oder größere Zelt- und Wandertouren unternommen haben. Kleinere sahen dann meist so aus, dass wir zu irgendeiner Jahreszeit, wenn uns gerade mal wieder das Fieber gepackt hatte, in den Westerwald gefahren sind, um dort ein paar Kilometer zu wandern und zu zelten. Die bisher größte und schwierigste Tour war eine 1,5 wöchige Wanderung im nepalesischen Teil des Himalaja letztes Jahr bis auf 5100 Meter.

Den Zündstoff für die Route und damit die zweite Strömung gab mir mein damaliger Chef während des Zivildienstes. Er zeigte mir während der Arbeit eine Internetseite von Freunden, welche die Panamericana bereits mit dem Wohnmobil bereist hatten. Ich kann mich erinnern, dass mich die Bilder und die Vorstellung einen Doppelkontinent zu durchqueren, schon damals begeisterten. Allerdings wird mir jeder zustimmen, der Zivildienst geleistet hat oder beim Bund war, dass solch ein Vorhaben spätestens am Tag der Gehaltsauszahlung schnell in den Hintergrund gerät. Außerdem stand damals für mich meine Weiterbildung an erster Stelle und ich hatte schon einen Platz für ein duales Wirtschaftsinformatikstudium bei der Firma EMC und der DHBW in Mannheim sicher. Aus diesem Grund war die Idee zwar gesät aber in keiner Weise der richtige Zeitpunkt gegeben, um das Vorhaben umzusetzen. Nach drei Jahren stand für mich dann zum ersten Mal die obige Frage im Raum: „Wie soll es mit mir weiter gehen?“. Die Optionen unterschieden sich grundlegend auch damals nicht sonderlich von denen, die mir drei Jahre später wieder zur Auswahl stehen sollten. Allerdings entschied ich mich damals für den Wechsel zu meinem heutigen Arbeitgeber und nach einem Jahr für den Beginn eines nebenberuflichen Master Studiums an der FOM in Frankfurt. Während der gesamten Zeit, seit dem Zivildienst, kam der Gedanke an diese Tour immer mal wieder hoch, wurde von mir allerdings immer wieder vergraben, weil ich gerade im Studium steckte und dafür gerade einfach keine Zeit hatte.

Alternativtext

Die gedankliche Herangehensweise änderte sich vor knapp einem Jahr. Constantin rief mich an und wir kamen während dieses Telefonats vom hundertsten ins tausendste. Ein Thema war auch meine Idee die Panamericana zu bereisen, der bei Constantin auch auf Begeisterung stieß. Nach diesem Telefonat brach in mir das erste Mal eine Art Kampf zwischen Traum und Realität aus, weil sich diese Idee nicht mehr so unrealistisch und so fern anhörte wie zuvor. Ich hatte allerdings noch ein Jahr Studium vor mir, sodass es gedanklich wieder mal dabei blieb, nur als Traum in der Versenkung zu verschwinden. Allerdings haben mir semispannende Vorlesungen am Wochenende immer wieder mal Zeit gegeben im Internet nach Erfahrungen, Berichten oder ähnlichem zu schauen. Das führte nach und nach schließlich dazu, dass ich für mich immer konkreter entschied solch eine Reise gerade jetzt, wo ich familiär weitestgehend ungebunden und beruflich in keiner Position bin, welche die Entscheidung zu solch einem Schnitt zu schwierig macht, umsetzten kann und will. Nachdem ich für mich diese Entscheidung getroffen hatte, fragte ich Constantin, wie er zu dem Vorhaben steht und so wurde aus dem Traum die Panamericana zu bereisen ein konkretes Vorhaben.

Da sich die vorangegangenen Zeilen weitestgehend mit der Idee zur Reise befassen und mich nur am Rande beschreiben, freue ich mich auf den ersten Gastbeitrag von meinem „Sandkastenkumpel“ Marius. Wir kennen uns nun seit ca. 25 Jahren und ich kann ihn daher auch als einer meiner engsten und als meinen ältesten Freund bezeichnen, was die optimale Voraussetzung für eine „externe“ Beschreibung von mir gibt:

Markus Zey ist ein … ja, was ist er?…..mit was kann man ihn vergleichen?….welches Wort beschreibt ihn?….mmmmh….ok, ja: Markus Zey ist …. Markus Zey.

Auch nach langem Brainstorming fällt mir kein einfaches Wort ein, um diese diversifizierte Persönlichkeit zu beschreiben. Am nächsten käme hier als Vergleich vielleicht eine Mutation aus Marshall Bravestarr, dem jungen Terence Hill, Ranga Yogeshwar, Reinhold Messner und Jochen Schweitzer.

Auf den ersten Blick ist Markus ein ganz normaler, sportlicher, adrett gekleideter und dynamischer junger Herr. Dies kann er auch voll und ganz in seinem Job, dem Vertrieb von Softwareprodukten, einbringen und ist so bei Geschäftspartnern ein gern gesehener Gast. Spätestens beim persönlichen Verkaufsgespräch merkt und schätzt aber auch der letzte Geschäftsführer, dass es sich bei seinem Gegenüber nicht um einen normalen Klinkenputzer à la Willy Loman handelt: Stets freundlich, mit lauter Stimme und festem Händedruck, direkt aber nicht forsch – seine westerwälder Wurzeln kann Markus nicht leugnen. Man merkt – dieser Mann steht zu seinem Wort. Diese Eigenschaften setzt Markus nicht nur in seinem Job ein, sondern auch in seiner Freizeit.

Als Sandkastenfreund kann ich sagen, dass man sich zu 150% und in jeglicher Hinsicht auf ihn verlassen kann. Das war schon früher als Kind, in der Schule, während des Studiums und auch jetzt im Berufsleben mit fast 30 der Fall. Benötigt man einen klugen Rat, ein offenes Ohr, eine Heimfahrgelegenheit oder einen Saufkumpanen für den Abend – Markus weiß Abhilfe zu schaffen. Dies auch oft auf seine eigene, ganz spezielle Weise, gerade beim Thema „Kluger Rat“: In bester Quarks & Co – Manier gibt er gerne sein durch exzessive Informationenerhebung, sei es in diversen online Blogs zu allen möglichen Themengebieten dieser Welt oder durch das „Verschlingen“ von Wissensmagazinen, erworbenes Wissen, in maximaler Detailgranularität weiter. Dies reicht von den neusten Techniktrends, Musik, Kinofilmen über Outdoorbekleidung und Sport.

In den mittlerweile 25 Jahren, in denen wir durch dick und dünn gegangen sind, habe ich somit auch schon einiges an Wissen hinzugewinnen können. Freundschaft und Familie haben für Markus einen besonderen Stellenwert, wobei er immer wieder zu seinen Wurzeln zurückkommt. Ob beim lockeren Zusammensein oder auf jeglicher Art von Feier – Markus ist mit seiner lockeren, witzigen Art ein gerngesehener Gast. Oft benötigt es nur ein paar wenige alkoholische Getränke und der Partymodus ist eingeschaltet. Diese Phase offenbart das ganze Potential der hochexplosiven Mischung aus westerwälder und hessischen Einflüssen. Man sieht sich plötzlich einem, dem jungen Terence Hill gleichenden, prinzipiengesteuerten Rächer für das Gute gegenüber, dem man nicht in die Quere kommen sollte. Als Kumpel erlebt man in Begleitung dieses DTHC-Superman (eyes of the hawk, ears of the wolf, speed of the puma, strength of the bear) somit die verrücktesten Abenteuer, die noch Jahre lang an Lagerfeuern erzählt werden.

Hinter dieser starken Fassade und dem Leben als „21st Century Digital Boy“, hat Markus aber auch eine sensible und sehr stark sozial ausgeprägte Seite, die im vertrauten Gespräch hervorkommt. Menschenrechte und auch die Umwelt liegen ihm am Herzen. So stand der verkappte Öko und Hippie nach dem Abitur kurz davor, als Aktivist auf einem Boot der Organisation Sea Shepard anzuheuern. Auch propagiert er artgerechte Tierhaltung, Datenschutz und die ökologische Herstellung von Lebensmitteln. Hierbei greift er gerne beherzt zu Käsespezialitäten oder dem ein oder anderen Trinkessig, den er auf Mittelaltermärkten erwirbt, deren Besuch ihn immer wieder erfreut.

In diesem Sinne scheint es als hätte Markus den Begriff des Cyberpunks nicht nur erfunden, sondern auch geprägt. Ein Leben immer am Puls des vernetzten Zeitalters aber niemals in Konformität und immer im Grundsatz der Handlung sozial, bewusst und „im Herzen ein Punk“.

Als mittlerweile schon Altpunker in einer Plastikwelt, spielt die Musik für Markus eine große Rolle. Als Schlagzeuger in unserer Punkband brachte er uns im Alter von 16 Jahren den Rhythmus und klimperte begnadet auf seiner Westerngitarre, während im Pogo auf unzählbaren Punk- und Hardcorekonzerten der (oben beschriebene) Partymodus eingeschaltet wurde.

Neben der Musik spielt auch der Sport eine große Rolle in Markus‘ Leben. Markus interessiert sich aber  nicht für das Zusehen bei Sportveranstaltungen anderer Menschen – Markus interessiert sich für seinen Sport: Fitness im Studio, wie auch das regelmäßige Mountain Bike Fahren stehen bei ihm an erster Stelle. Topfit begibt er sich auch ab und an auf gewagte Outdoor Touren. So suchte den Kick auf bspw.  einer Survivaltour durch den Himalaya vor einigen Jahren, bei Wandertouren durch die westerwälder Wildnis oder auch bei Fahrradtouren durch ganz Europa.

Demnach war es auch nicht verwunderlich, als er von der zunächst als „Panamerimarkus“ geplanten Durchquerung des amerikanischen Kontinents erzählte. Dieses Vorhaben vereinigt zum einen das Verlangen nach Wildnis und Action mit der Liebe zum Zweiradfahren, dem er sonst in seiner Bikergang den „Bonecrushers“ frönt, deren Aufnahmekriterium mindestens ein Knochenbruch als Opfer seines Hobbies ist. Ich bin gespannt auf die ganzen Dinge, die er von der Tour seines Lebens zu berichten hat und sage in diesem Sinne:

GUTE FAHRT